Pflanze des Monats

Für jeden Monat hat unsere NABU-Gruppe eine Pflanze ausgewählt, die bekannter gemacht werden soll. Vor allem zur Winterszeit, wenn wachsende oder gar blühende Pflanzen eher selten sind, stellen wir aber auch mal einen Pilz vor.

 

Es handelt sich meist um Pflanzen (oder Pilze), die überall zu finden sind und oft auch im Garten der Natur wachsen. Der "Garten der Natur" befindet sich in Winsen auf dem ehemaligen Gartenschau-Gelände und wird von uns angelegt und weiterentwickelt als gärtnerische Anlage mit natürlichen und naturnahen Elementen. 


August 2019

Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea)

 

Familie: Korbblütengewächse

 

Die Strahlenlose Kamille ist ein äußerst zähes Gewächs. Bei uns vorm Haus gibt es einige Exemplare, die in den Lücken der Straßenpflastersteine wachsen, heiße Sonnenstrahlung, Überflutung bei starkem Regen und sogar gelegentliches Überfahren durch Autos und den Tritt von Mensch und Tier ertragen.

 

Strahlenlose Kamille zwischen Pflastersteinen, ein zähes Gewächs! Winsen, 12. August 2019
Strahlenlose Kamille zwischen Pflastersteinen, ein zähes Gewächs! Winsen, 12. August 2019

Die Pflanze ist eher unscheinbar und wird nur ausnahmsweise bis ca. 40 cm hoch. Die Exemplare zwischen den Pflastersteinen vor unserem Haus erreichen nur etwa 5 bis 10 cm Größe. Der Stängel ist oft schon vom Grund an verzweigt und aufrecht. Die Blätter sind zwei bis etwa fünf Zentimeter lang und an den Rändern in feine Zipfel gespalten. Die gelblich-grünen Blütenkörbchen an den Enden der zahlreichen Verzweigungen sind einen halben bis knapp über einen Zentimeter breit und besitzen im Gegensatz zur Echten Kamille keine weißen Zungenblüten am Rand.

 

Die Blütezeit der Strahlenlosen Kamille reicht von Juni bis September, oft auch bis Oktober. Sie bevorzugt offenen, nährstoffreichen Lehm- oder Tonboden, begnügt sich aber auch mit eher sandigen Standorten. Die Blüten werden von Insekten bestäubt oder sind selbstbefruchtend. Die Früchte verschleimen bei Nässe, bleiben an den Füßen von Tieren, Schuhen von Menschen oder Autoreifen kleben und werden so weit verbreitet. Die Zähigkeit der Pflanze dient somit auch der Fortpflanzung.

 

Strahlenlose Kamille, ein Prachtexemplar in der Sandgrube. Holtorfsloh, 3. Juli 2019
Strahlenlose Kamille, ein Prachtexemplar in der Sandgrube. Holtorfsloh, 3. Juli 2019

Man findet die Strahlenlose Kamille an sonnigen Plätzen überall im Siedlungsbereich, u.a. an Straßenrändern (und sogar auf der Straße), auf Schotterflächen und ungenutztem Land. Ebenfalls heimisch ist sie z.B. auf Ackerbrachen und in Abbaugruben.

 

Die ganze Pflanze duftet ähnlich wie die Echte Kamille, besonders die Blüten. Ihr ätherisches Öl ist allerdings anders zusammengesetzt, so dass man sie nicht als Ersatz verwenden kann.

 

Die Strahlenlose Kamille ist ein Neuling (Neophyt). Die aus Nordostasien und dem westlichen Nordamerika stammende Pflanze trat erst 1852 erstmals in Europa auf und hat sich schnell über weite Teile des Kontinents verbreitet.

 

(Text und Bilder: Dietrich Westphal, August 2019)

 

 

Juli 2019

Breitblättrige Sumpfwurz (Epipactis helleborinae)

 

Familie: Orchideen

 

Ja, es gibt Orchideen nicht nur in den Blumenläden. Allerdings muss man bei unserer häufigsten Art, der Breitblättrigen Sumpfwurz (oder auch Sumpf-Stendelwurz) schon recht genau hinschauen, um sie als Angehörige dieser Pflanzenfamilie zu erkennen.

Breitblättrige Sumpfwurz, stattliche Exemplare mit Blütenknospen. Radbruch, 7. Juli 2017
Breitblättrige Sumpfwurz, stattliche Exemplare mit Blütenknospen. Radbruch, 7. Juli 2017

Dabei kann diese Pflanzenart durchaus zu stattlichen Exemplaren mit einer Höhe ihres Stängels bis zu einem Meter heranwachsen. Die unteren zwei Drittel des Stängels sind mit ovalen Blättern von bis 15 cm Länge und bis 10 cm Breite besetzt. Die Orchideen-Natur der Sumpfwurz lässt sich schon am parallelen Verlauf der Blattnerven erkennen. Das obere Drittel des Stängels ist mit einigen wenigen bis zu mehreren Dutzend Blüten mit Durchmessern von 2-3 cm sowie deren Tragblättern besetzt, die für ein Mitglied dieser Pflanzenfamilie eher unscheinbar anmuten. Bei näherem Hinsehen erkennt man aber den typischen Aufbau: 3 gleichartige Kelchblätter bilden die äußere Blütenhülle, 3 Blütenblätter die innere. Von letzteren ist die nach unten gerichtete als „Lippe“ ausgebildet, die im Gegensatz zu den grünlichen oder rötlichen anderen Teilen der Blüte weißlich oder rosa ist und als Landeplatz für bestäubende Insekten dient.

 

Breitblättrige Sumpfwurz, Blüten mit rosa Lippe. Drennhausen, 20. Juli 2014
Breitblättrige Sumpfwurz, Blüten mit rosa Lippe. Drennhausen, 20. Juli 2014

Die Breitblättrige Sumpfwurz blüht von Juni bis August. Die Früchte sind hängende Kapseln, die sich bei trockenem Wetter öffnen und je Kapsel bis zu 10.000 winzige Samen freisetzen. Diese werden vom Wind unter Umständen kilometerweit verfrachtet. Vegetativ vermehrt sich die Sumpfwurz durch ihren langen Wurzelstock, so dass die Pflanze oft truppweise anzutreffen ist.

 

Breitblättrige Sumpfwurz, unreife Früchte, die bis 10.000 Samen enthalten. Drennhausen, 10. August 2017
Breitblättrige Sumpfwurz, unreife Früchte, die bis 10.000 Samen enthalten. Drennhausen, 10. August 2017

Vorkommen der Breitblättrigen Sumpfwurz sind bei uns in Vielzahl bekannt, so etwa in der Elbmarsch bei Drage und Drennhausen, in der Nähe von Wulfsen, südlich von Luhdorf, bei Radbruch usw. Die Pflanze stellt keine sonderlich hohen Ansprüche an Boden und Feuchtigkeit, bevorzugt aber kalkreiche sickerfeuchte Standorte. Meist findet man sie an Weg-, Wald- und Grabenrändern, weil sie gern im Halbschatten wächst und weil dort die Pilzarten vorkommen, mit denen sie in Symbiose (Mykorrhiza) lebt.

 

 (Text und Bilder: Dietrich Westphal, Juli 2019)

 

Juni 2019

Schöllkraut (Chelidonium majus)

 

Familie: Mohngewächse

 

In der Altstadt von Winsen gab es zu meiner Kindheit verschiedene Flächen, auf denen Bauschutt lagerte oder wo dieser nur oberflächlich mit Boden bedeckt war. Dort wuchsen große Mengen des Schöllkrautes. Das haben wir nicht gerade geliebt, denn schon bei leichter Berührung knickte ein Blatt oder Stängel und der austretende orangefarbene Saft klebte einem an den Beinen.

 

Schöllkraut (Chelidonium majus), Winsen, 7. Juni 2008
Schöllkraut (Chelidonium majus), Winsen, 7. Juni 2008

Das Schöllkraut ist eine mehrjährige Staude, die stattliche Ausmaße annehmen kann und bis dreiviertel Meter hoch wird. Die breiten hellgrünen Blätter sind buchtig eingekerbt. Am oberen Ende der Stängel sind jeweils zu mehreren die nur ca. zwei Zentimeter großen Blüten vorhanden, die kaum Ähnlichkeit mit denen anderer Mohngewächse haben. Die vier Blütenblätter sind satt gelb. In deren Mitte sieht man viele freie Staubblätter und den grünen Griffel. Aus den Blüten, die gern von Insekten aufgesucht werden, wächst nach der Befruchtung eine dünne, bis etwa fünf Zentimeter lange Kapsel. Darin befinden sich die schwarzen Samen, an denen ein weißlicher Auswuchs haftet (Caruncula).

 

Schöllkraut, Fruchtkapseln, Winsen, 13. Juni 2006
Schöllkraut, Fruchtkapseln, Winsen, 13. Juni 2006

Das Schöllkraut blüht von Mai bis Oktober. Die nach der Fruchtreife ausfallenden Samen werden von Ameisen verbreitet, die vom Caruncula angelockt werden. Die Pflanze liebt stickstoffsalzhaltigen Boden und kommt deshalb im Siedlungsbereich, etwa auf Schuttplätzen, auf Wegrändern und sogar in Mauerritzen, verbreitet vor.

 Der Saft des Schöllkrautes enthält einen ganzen Cocktail an Chemikalien und ist giftig.

 

(Text und Bilder: Dietrich Westphal, Juni 2019)

 

Mai 2019

Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum)

 

Familie: Spargelgewächse

 

Manch einer mag sich schon gewundert haben, dass da auf seinem Rasen ganze Pulks von Krokussen wachsen, ohne dass jemals Blüten zu sehen sind. Bei solchen Pflanzen dürfte es sich um den Dolden-Milchstern handeln, dessen Blätter denen des Krokus ähneln. Allerdings entwickeln sich die Blüten des Milchsterns erst im Mai, wenn die Blätter bereits wieder beginnen abzusterben. Der Rasenmäher sorgt dafür, dass man die die Blüten nie zu sehen bekommt.

 

Dolden-Milchstern, kleiner Bestand, Winsen, 23. Mai 2008
Dolden-Milchstern, kleiner Bestand, Winsen, 23. Mai 2008

Bereits im Februar wachsen aus den Zwiebeln des Dolden-Milchsterns vier bis sechs grundständige Laubblätter, die über 20 Zentimeter lang werden können, aber nur 2 bis 6 Millimeter breit sind. Sie stehen aufrecht, sind kräftig grün gefärbt und besitzen, wie die der Krokusse, einen weißen Mittelstreif. Bis zu zwölf Blüten von etwa 4 Zentimeter Durchmesser bilden einen doldenähnlichen Blütenstand. Die sechs Blütenblätter pro Blüte sind oberseits weiß und auf der Unterseite mehr oder weniger grünlich gefärbt. Die Blütezeit reicht, je nach Verlauf des Wetters von April bis Juni.

 

Dolden-Milchstern, Einzelblüten, Winsen, 29. Mai 2010
Dolden-Milchstern, Einzelblüten, Winsen, 29. Mai 2010

Der Dolden-Milchstern gilt in Deutschland als verbreitet und nicht gefährdet. Man findet ihn bevorzugt auf lehmigem Boden an Wegrändern sowie trockenen bis mäßig feuchten Wiesen. Er ist nicht besonders häufig, aber er kann auf für ihn günstigen Standorten größere Bestände bilden.

 

Bei uns setzt der Dolden-Milchstern, wenn überhaupt, nur wenige Samen an. Er vermehrt sich aber auch durch Brutzwiebeln, die z.B. von Wühlmäusen verschleppt werden können.

 

(Text und Bilder: Dietrich Westphal, Mai 2019)

 

 

April 2019

Wunder-Lauch (Allium paradoxum)

 

Familie: Lauchgewächse

 

Wunder-Lauch, Winsen (Luhe), Schlosspark, 25.04.2010
Wunder-Lauch, Winsen (Luhe), Schlosspark, 25.04.2010
Wunder-Lauch, Blüte und Brutzwiebeln. Winsen (Luhe), Schlosspark, 25.04.2010
Wunder-Lauch, Blüte und Brutzwiebeln. Winsen (Luhe), Schlosspark, 25.04.2010

Die Blätter des Wunder-Lauchs, die schon ab März wachsen, könnte man mit einem breitblättrigen Gras verwechseln. Der intensive Knoblauchduft der Pflanze zeigt aber, dass es sich hier um ein Lauchgewächs handelt. Wenn dann im April bis in den Mai hinein die Blüten erscheinen, ist eine Verwechslung kaum noch möglich.

 

Wie für diese Pflanzenfamilie typisch, überdauert der Wunder-Lauch den Winter als Zwiebel im Boden. Diese hat einen Durchmesser von ca. 1 Zentimeter. Daraus wächst im Frühling meist nur ein grundständiges Laubblatt von ca. 20 Zentimeter Länge und 1 bis 2 Zentimeter Breite. Manchmal wachsen auch zwei bis drei der frischgrünen, etwas glänzenden Blätter aus einer Zwiebel. Später wachsen die dreikantigen, bis zu 30 Zentimeter langen und blattlosen Blütenstängel empor, an deren Enden sich meist nur ein bis zwei, manchmal aber auch fünf oder mehr Blüten entwickeln. Die weißen Blüten mit ihren sechs Blütenblättern haben mehrere Zentimeter lange Stiele und hängen glockenartig über. Außerdem sind an den Enden der Stängel bis zu zwanzig kleine hellgrüne Brutzwiebeln vorhanden, die der vegetativen Vermehrung dienen.

 

Der Wunder-Lauch ist bei uns nicht sonderlich häufig, wächst aber an seinen Standorten meist rasenartig in größeren Beständen. Man findet ihn in Winsen zum Beispiel an der Luhe im Schlosspark. Er braucht einen nährstoffreichen Boden, der im Sommer trocken und warm sein sollte, gern halbschattig unter Bäumen. Der Wunder-Lauch stammt ursprünglich aus dem Mittleren Osten (Iran, Kaukasus).

 

Mit dem Bärlauch hat der Wunder-Lauch (oder Seltsamer Lauch, wie er auch genannt wird) gemeinsam, dass er essbar ist und genau wie dieser verwendet werden kann.

 

 

 

(Text und Bilder: Dietrich Westphal, April 2019)

 

 

März 2019

Garten-Schaumkraut (Cardamine hirsuta)

 

Familie: Kreuzblütengewächse

 

Garten-Schaumkraut zwischen den Steinen. 4. März 2019, Winsen
Garten-Schaumkraut zwischen den Steinen. 4. März 2019, Winsen

Schon seit Mitte Februar müht sich ein Pflänzchen durch eine Ritze zwischen den Pflastersteinen vor unserer Haustür. Sogar ein kleiner Blütenstand auf einem noch sehr kurzen Stängel ist zu sehen. Ich möchte wissen, was das für ein wetterhartes Gewächs ist, zücke mein Bestimmungsbuch und lande beim Garten-Schaumkraut.

 

Garten-Schaumkraut, Blütenstand. 4. März 2019, Winsen
Garten-Schaumkraut, Blütenstand. 4. März 2019, Winsen

Die Zugehörigkeit zur Familie der Kreuzblütengewächse lässt sich an den Blütenblättern abzählen: Vier Stück davon, je zwei kreuzförmig gegenüber. Zugegeben, an den derzeit nur teilweise offenen Blüten ist das noch nicht so gut zu erkennen. Die Zahl der weißen Blüten in der Traube am Ende der Stängel ist nicht sehr hoch. Der Stängel, jetzt nur wenige Zentimeter hoch, wird sich im Lauf des Frühlings noch deutlich strecken und kann durchaus 25 Zentimeter lang werden. Meist wachsen auch weitere Stängel mit Blütenständen. Unterhalb der Blüten sitzen meist nur zwei Blätter an den Stängeln. Üppiger ist da schon die Blattrosette am Grund, aus der die Stängel hervor kommen. Alle Blätter sind in ein bis vier Paar einzelne Fiedern geteilt und besitzen endständig ein größeres Blättchen (unpaarig gefiedert). Da auf Teilen der Blätter Haare vorhanden sind (siehe Foto), wird die Pflanze auch „Behaartes Schaumkraut“ genannt.

 

Garten-Schaumkraut, 4. März 2019, Winsen. Beachte: Haare auf den Blättern!
Garten-Schaumkraut, 4. März 2019, Winsen. Beachte: Haare auf den Blättern!
Nachtrag: nach ein paar Tagen strecken sich die Stängel.  20. März 2019
Nachtrag: nach ein paar Tagen strecken sich die Stängel. 20. März 2019

Das Garten-Schaumkraut, ehedem eine seltene Art, hat sich im Mitteleuropa seit den siebziger Jahren geradezu explosionsartig verbreitet. Heute ist es bei uns überall häufig und kommt darüber hinaus durch Verschleppung fast weltweit vor. Die Pflanze ist typisch für Standorte wie Gärten, Parkanlagen, Ruderalstellen und Wegraine.

 

 (Text und Bilder: Dietrich Westphal, März 2019)

 

Februar 2019

Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus)

 

Familie: Schwertliliengewächse

 

Krokus ist nicht gleich Krokus. Wer hätte gedacht, dass die Gattung weltweit über 200 Arten umfasst? Dem versierten Gärtner wird aufgefallen sein, dass einige Krokusse bereits im Februar blühen, wenn das Wetter es zulässt, und andere erst im Zeitraum März-April. Natürlich spielt der Standort – mehr oder weniger sonnig – eine Rolle, aber auch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Arten.

 

 

Elfen-Krokusse kämpfen sich durch den Schnee. Winsen, 29. März 2018
Elfen-Krokusse kämpfen sich durch den Schnee. Winsen, 29. März 2018
Elfen-Krokus kurz vorm Aufblühen. Winsen, 10. Februar 2008
Elfen-Krokus kurz vorm Aufblühen. Winsen, 10. Februar 2008

Der Elfen-Krokus ist eine ausdauernde Pflanze, die als Knolle (keine Zwiebel) im Erdboden überwintert. Blätter und Blüten werden sehr früh im Jahr, bereits ab dem ausgehenden Winter, neu gebildet und sterben im Verlauf des Sommerhalbjahres wieder ab. Diese Krokus-Art wird bis über 15 Zentimeter groß, bleibt meist jedoch deutlich kleiner. Die grundständigen Laubblätter, häufig 6 pro Pflanze, sind parallelnervig und schmal. Typisch für die Gattung Crocus ist der weiße Mittelstreifen. Die Blätter erscheinen gleichzeitig mit den Blüten. Letztere sind zwittrig und im unteren Teil zu einer langen, ca. 3 Millimeter durchmessenden Röhre verwachsen. Die 6 in zwei Kreisen zu je 3 angeordneten Blütenblätter sind gleichgestaltig, oberhalb der Röhre bis über 4 Zentimeter lang und beim Elfen-Krokus meist einfarbig blassviolett bis lila. Die Befruchtung erfolgt durch Insekten, insbesondere Hummeln. Nach der Befruchtung schiebt sich eine dreifächrige Kapsel mit einer Vielzahl von Samen aus dem Boden.

 

Voll aufgeblüht in der Frühlingssonne. Winsen, 12. März 2011
Voll aufgeblüht in der Frühlingssonne. Winsen, 12. März 2011

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Elfen-Krokus liegt in Südosteuropa. Dort wächst er z.B. in Laubwäldern, meist auf kalkhaltigen Böden. Spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Art in Kultur und seitdem wohl auch in Mitteleuropa als Zierpflanze verbreitet.

 

(Text und Bilder: Dietrich Westphal, Februar 2019)

 

 

Januar 2019

Mäuseschwänzchen – Später Zapfenrübling (Baeospora myosura)

 Familie: Schwindlingsverwandte